Klasse Wetter und Urlaub. Das Schreit nach körperlicher Arbeit außerhalb der vier Wände. Nachdem wir beim Anlegen einer provisorischen Terrasse schon etwas Erfahrung in der Verarbeitung von RCL mit einer Rüttelplatte sammeln konnten, sollte es nun an den Eingangsbereich gehen, der bislang noch völlig brach liegt.

Wir hätten gerne einen Eingangspodest, also eine Stufe hinab zum umliegenden Bodenbelag. Daher hat der Podest auch Vorrang vor allem anderen, da seine untere Begrenzung das absolute Maß für das angrenzende Pflaster sein wird.

Den Podest möchten wir aus hellgrauen Granitblockstufen legen. Links und rechts je zwei Blockstufen mit 75cm Länge gerade vom Haus weg, und dazwischen eine 1m breite Blockstufe. Die gesamte Umrandung wird also U-förmig und den sich ergebenden Freiraum bis zur Haustüre werden wir mit dem gleichen Pflaster ausfüllen, wie auch den Weg runter zur Straße, so dass sich hoffentlich ein harmonisches Gesamtbild ergibt.

Der Untergrund

Soweit der Plan, jetzt kommt die Drecksarbeit. Die Granitstufen sollen auf ein Betonfundament gesetzt werden. Dazu brauchen wir erstmal einen tragfähigen Untergrund. RCL hatten wir ja noch vom Terrassenprovisorium übrig und haben ihn großzügig im Eingangsbereich ausgebreitet. Und das schichtweise, wobei jede Schicht mit der Rüttelplatte verdichtet wurde. Das ganze so lange, bis noch etwa 20cm Platz bis zur Anfangshöhe der Granitstufen blieben.

Der Unterbau ist ganz gut gelungen und vor allem sehr gerade geworden. Das dürfte der späteren Verschaltung für das Fundament etwas entgegen kommen. Weiter ging es hier leider nicht, sondern stattdessen erstmal ins Bauhaus, Baudielen zur Verschalung besorgen. Die Dielen gibt es netterweise in 20cm Breite, d.h. hochkant ziemlich genau die ausgelassene Höhe. Die Idee dabei ist, die Verschalung gleich so exakt zu bauen, dass der Beton bis zur Kante gefüllt werden kann und dann glatt gezogen wird – inklusive dem benötigten Gefälle. Daraus wurde aber heute aus Zeitgründen (Ostern und die Hochzeit meiner Schwester steht vor der Türe) nichts mehr.

Die Verschalung

(Ab hier nur noch Bilder, zum Schreiben reicht die Zeit gerade nicht …)

Rein mit dem Beton

(Ab hier nur noch Bilder, zum Schreiben reicht die Zeit gerade nicht …)

Zwei Tage Trocknung sollten passen. Draußen ist es brüllwarm, daher ist mehrmals täglich gießen angesagt – wer will schon Risse riskieren.

Und wieder auspacken

Dann ging es wieder ans auspacken. Die äußeren Planken gingen gut ab, die inneren mussten der Säge weichen.

Trittstufen

Als Trittstufen entschieden wir uns für Granitblockstufen. Bis zur Lieferung verstrichen einige Tage, in denen wir uns mal Gedanken darüber machen konnte, wie wir diese Stufen überhaupt bewegen können. Die 1m-Stufe wiegt etwa 110kg, die beiden kürzeren entsprechend 1/4 weniger. Wir entschieden uns für dehnungsfreie und belastbare Seile, von denen wir jeweils zwei um einen Stein Knoten, so dass man ihn mit zwei Leuten heben kann.

Mit der Palette als "Rampe" lassen sich die Blöcke noch leicht schieben.

Mit der Palette als "Rampe" lassen sich die Blöcke noch leicht schieben.

Zur Verbindung der Blockstufen mit dem Fundament haben wir uns einen Natursteinkleber empfehlen lassen. Dieser ist weiß und soll Ausblühungen vermeiden. Diesen haben wir ca. 4mm dick aufgetragen und dann war es an der Zeit für den eher rustikalen Teil der Arbeit – Versetzen der Blockstufen. Um die Wege kurz zu halten, haben wir die Blockstufen über Paletten bis an das Fundament heran geschoben.

110kg hebt man auch mit zwei kräftigen Leuten nicht einfach so und schon gar nicht sehr lange. Daher muss alles möglichst genau ausgerichtet sein, um den Brocken nur noch zwischen die äußeren Steine abzulassen. Millimeterarbeit.

Wenn die Steine einmal liegen, dann liegen sie. Nachjustieren ist kaum noch möglich, schon gar nicht in der Höhe bzw. Neigung. Darum war es so wichtig, dass das Fundament schon genau die angedachte Neigung hatte. Schieben konnten wir die Steine nur noch horizontal auf ihrem Kleberbett. Ein Gummihammer und ein paar Schläge damit haben das Spaltmaß zwischen den Blockstufen schließlich auf ein Minimum reduziert.

Fertig, und Finger weg! Mit dem Ergebnis waren wir sehr zufrieden und freuen uns, unser Heim nun jeden Tag über diesen Eingangspodest zu betreten. Hier noch ein paar Bilder:

Inzwischen ist der Innenteil des Podestes gepflastert, der Zugang zum Haus selbst ist gerade in Arbeit. Im Gesamtbild sieht der Eingang nun so aus:

Ins Haus, auch ohne immer Dreck mitzunehmen.

Ins Haus, auch ohne immer Dreck mitzunehmen.

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