Eigentlich hätten die Versorger ja schon letzte Woche Wasser, Strom und Telefon legen können. Das hat dann aber zeitlich nicht mehr gereicht, denn ab Donnerstag war sprichwörtlich Schicht im Schacht, da der Estrich gegossen wurde.

Man könnte meinen, enwor hätte seitdem nur so darauf gewartet, endlich loszulegen. So klingelte gleich heute morgen gegen 07:30 Uhr das Telefon: “Wir kommen nicht ins Haus rein”. Na kein Problem, ich war eh so gut wie auf dem Weg zur Baustelle.

Dreißisch Minuten später am Haus angekommen, werkelten zwei Herren vom Energieversorger im Versorgungsschacht und hatten die Wasserleitung schon bis in die Mehrsparte hinein gelegt.

Also schnell die Tür aufgeschlossen und ab in den Keller. Die Leitung verlegten die Monteure selber durch die Mehrsparte, so dass mir nichts weiter zu tun blieb, als mit der Taschenlampe für Licht zu sorgen. Wenige Minuten später befand sich eine Halterung und zwei Wasserhähne an der Kellerwand und die ersten 10l Wasser wurden in einen Eimer abgezapft (diente später zum Fingerwaschen, wobei aber in erster Linie die noch trockene Wasserleitung unter Wasser gesetzt werden sollte).

Herr Zentis von enwor hat sehr geduldig und kompetent meine Fragen beantwortet. So habe ich dann heute noch ein wenig über Wasseranschlüsse gelernt. Z.B., wie man eine Wasserleitung, die weiterhin unter Druck steht (immerhin bis zu 8 bar), anbohrt, ohne den Versogungsschacht zu fluten. Und auch, wie ein Drufi (Druckminderer) mit Rückspülfilter funktioniert. So ein Teil kriegen wir nämlich noch in den Keller (ist hier in der Gegend auch so vorgeschrieben). Enwor ist sympathisch, da fühlt man sich in guten Händen. Das ist vor allem darum wichtig, weil man sich seinen lokalen Versorger ja nicht aussuchen kann.

Wieder draußen warf ich noch einen Blick in den Versorgungsschacht. Da ist mir aufgefallen, dass an der Wasserleitung noch ein dünnerer Schlauch klebte. “Wasn das?” – die Frage hatte Herr Zentis aber schon erwartet. Also, das ist eine Vorbereitung für einen Glasfaseranschluss. Das Netz dafür baut enwor wohl gerade auf und daher wird bei Neubauten direkt ein Lehrrohr dafür verlegt, damit nicht später wieder der gesamte Versorgungsschacht ausgehoben werden muss. Klasse, dann sollen die mal schnell weiter ausbauen. Wir wären dann gerne die ersten Kunden :-)

Strom kam heute leider nicht mehr, wenn auch so angekündigt. Naja, dann vermutlich morgen. Damit fehlt dann nur noch die Telekom. Da kein Strom kam, habe ich in der Zeit mal neue Getränke und Kekse für die Handwerker besorgt.

Wasser für die Handwerker gibts aber weiterhin aus dem Standrohr, denn unser eigener Wasseranschluss wird erst in Betrieb genommen, wenn der Sanitärmensch alles angeschlossen hat. Erst dann montiert enwor die Wasseruhr und gibt das ganze frei.

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