Seit heute wächst unser Haus auch in die Höhe.

Kelleraußenwände

Stück für Stück zur Kellerwandschalung

Stück für Stück zur Kellerwandschalung

Die Handwerker von Viebrockhaus haben zunächst die Außenschalung der Kellerwände aufgestellt. Das waren Fertigteile, in die später die eigentliche Kellerwand eingegossen wird. Das ganze nennt sich dann “Weiße Wanne” und ist im Kern ein durchgängiges Gebilde aus Beton ohne Nahtstellen. Wir kannten bisher nur die Bauweise, zunächst eine Verschalung aus Einzelelementen aufzubauen, darin die Kellerwände zu gießen, und hinterher die Verschalung wieder zu entfernen. Das dauert bekanntlich ziemlich lange. Insofern waren wir hier positiv überrascht. Die Fertigteile enthielten auch gleich die Aussparungen für Fenster und Hausanschlüsse.

Kellerdecke

Schnell noch die Wärmepumpe rein, bevor der Deckel drauf kommt.

Schnell noch die Wärmepumpe rein, bevor der Deckel drauf kommt.

Nachdem die Kellerschalung stand, wurden die Stützpfeiler aufgestellt, auf denen die Kellerdecke so lange aufliegen wird, bis die tragenden Innenwände gemauert wurden. Zwischendrin lag auch noch etwas anderes in der Luft: unsere Heizung, d.h. die Wärmepumpe, wurde in drei Teilen angeliefert. Auf dem Bild rechts wird das größte gerade in den Keller abgelassen. Wenn man sich mal anschaut, wie groß die Einzelteile sind, kommt man auch sehr schnell darauf, dass es eine gute Idee ist, die Teile VOR der Kellerdecke in den Keller zu stellen. Ein Gerät in Kühlschrankgröße die Kellertreppe hinunter – das will nämlich wirklich niemand. Aber das Viebrockhaus vor allem aufgrund ihrer gut geplanten Logistik so gut vorankommt, hatten wir ja schon des öfteren festgestellt.

Die Schalung für die Kellerdecke, ebenfalls großen Einzelteilen.

Die Schalung für die Kellerdecke, ebenfalls in großen Einzelteilen.

Mit der Kellerdecke ging es ganz ähnlich weiter wie mit den Wänden. Fertig geformte Platten wurden per Autokran auf die Stützpfeiler platziert, wie im Bild links zu sehen. Die Deckenplatten lagen auf gleicher Höhe wie die innere Schalung der Kellerwände. Kellerdecke und Kellerwände werden also eine einzige Einheit bilden, ohne Nahtstellen, da alles in einem Rutsch gegossen werden kann. Undichtigkeiten adé! Nicht dass hier der Eindruck eines Fertighauses aufkommt: in herkömmlicher Bauweise wird die Verschalung nach dem Betonieren wieder entfernt. Bei Viebrockhaus geht die Verschalung gleich als Bestandteil in den Keller über. Das hat noch einen weiteren Vorteil: die Kellerwände (d.h. die Verschalung) ist glatt! Und zwar richtig glatt. Ebenso die Decke. Keine Riefen von Holzverschalungen oder Nahtstellen von kleinen Schalungselementen zu sehen.

Fehlt nur noch die Treppe ...

Fehlt nur noch die Treppe ...

Ein Keller ohne Treppe ist eher nutzlos, also nichts wie rein damit. Die Treppe lag ja schon lange genug untätig am Baustellenrand rum. Sie wurde per Kran von oben zwischen die Fertigteile der Kellerdecke platziert und befestigt. Von weitem sah das ganze nun schon mal wie ein fertiger Keller aus.

Hier war für diesen Tag (12.08.2010) auch Feierabend. Eigentlich zieht Viebrockhaus den gesamten Keller inklusive Betonieren an einem einzigen Tag hoch. Leider konnten die dicken LKW mit den Fertigteilen aufgrund von Straßenarbeiten nicht durch, so dass jedes Teil außerorts auf einen kleineren LKW umgeladen wurde. Und das dauert.

Betonieren

Betoniert wurde daher unplanmäßig am Samstag, da die Betonbauer am Freitag schon an einer anderen Baustelle verplant waren. Ihr Wochenende dürfte damit wohl kaputt gewesen sein. Ärgerlich, vor allem weil sie für die Verzögerung nichts konnten.

Und so wurde am 14.08.2010 die weiße Wanne und Kellerdecke in einem Rutsch gegossen. Kellerwände und Kellerdeckenelemente waren mit etlichen Stahlbügeln durchzogen, um die sich der gegossene Beton legt. Fertigteile und Gussbeton bilden anschließend eine Einheit. Zum Schluss kam wieder eine monströse Plane drüber und sowohl für die Bauarbeiter als auch für den Keller konnte das Wochenende endlich beginnen.

Inzwischen ist unser Keller übrigens ca. 2cm hoch voll Wasser gelaufen, weil es geregnet hat wie Sau. Das hat die Abdeckplane nicht lange gehalten. Schlimm ist das aber nicht, der Keller wird zu gegebener Zeit ausgepumpt. Immerhin: so sieht man, dass der Kellerboden wirklich verdammt gerade ist, denn das Wasser steht überall gleich hoch. Das nennt sich mal Wasserwage.

Hier noch einige Bilder vom Innenleben:

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