In Kalenderwoche 31 wird die Baugrube ausgehoben“. Mit diesen Worten verabschiedete sich unser Bauleiter vor gut zwei Wochen in die Betriebsferien. Nur an welchem Tag genau, das stand damals leider noch nicht fest. 

Das wichtigste zuerst: die "BioBox", und ein Bauzaun

Das wichtigste zuerst: die "BioBox", und ein Bauzaun

 

Abwarten …

Um nichts zu verpassen, haben wir also ab Montag vor der Fahrt zur Arbeit unser Grundstück observiert. Nichts passiert… auch am Dienstag morgen nicht. Immerhin, am Abend lag schonmal ein Bauzaun auf dem Grundstück und – das allerwichtigste überhaupt – ein Dixi-Klo (“BioBox”, wie die Dinger heute gesellschaftsfähig heißen) wurde angeliefert. 

Inzwischen hatte unser Bauleiter den Tiefbauer (hatte der nicht noch Betriebsferien?) für Mittwoch morgen angekündigt. Und dann ging es richtig zur Sache … Klotzen, nicht kleckern! 

Schweres Gerät & enge Straßen

Die Firma “Bagger Born” aus Beselich rückte mit schwerem Gerät an: ein riesiger Bagger auf einem noch viel größeren Transporter und zwei Kipper. Wie bitte wollen die durch die Enge Seitenstraße bis zu unserem Grundstück?! Und dann staunte der Fachmann und wir Laien wunderten uns … 

Der Transporter mit dem Bagger wurde rückwärts (!) durch die ganzen Verkehrsinseln rangiert. Der Mann verstand was von seinem Handwerk. An der letzten Kurve ging es dann aber nicht mehr weiter – zu eng. Etwas genervt (hätte er davon gewusst, wäre er mir kleinerem Gerät angerückt) wurde der Bagger an der Kurve abgeladen. Um das Pflaster nicht zu beschädigen, fuhr er mit den Ketten über eine Strecke aus alten Autoreifen, die immer wieder nachgelegt wurden. Aber irgendwann war auch das geschafft, und so stand nun ein gewaltiger Bagger mitten auf unserem Grundstück. 

Doch gebaggert wurde erstmal nicht. Stattdessen wurde neu abgesteckt. Die Baugrube wird ja gut zwei Meter größer als der Grundriss. Das ganze noch mit der Spraydose markiert, damit der Baggerführer die Begrenzung auch gut sieht, den Bauzaun aufgebaut, und schon konnte es los gehen. 

Auf gehts!

Der Mutterboden wurde zunächst auf das hintere Ende des Grundstücks aufgeschüttet. Darunter kam eine ca. 50cm dicke Lehmschicht (war bereits bekannt aus dem Bodengutachten). Mit der kann keiner was anfangen, also wurde sie größtenteils auf den Kipplaster geladen. Unter der Lehmschicht befand sich dann fast nur noch guter, “kiesiger” Boden, der so lange auf das Grundstück gekippt wurde, bis es voll war. Und das war leider nicht sehr viel. Es ist beeindruckend, wie viel Raum der (nun unkomprimierte) Boden nun annimmt. 

Der ganze Rest muss also Weg. Die ersten fünf Fuhren konnten wir netterweise bei einem befreundeten Landwirt unterbringen. Dannach musste leider auch der abwinken, kein Platz mehr. Alle weiteren Touren wurden nach Aldenhoven (ca. 15km) in eine Grube gefahren. Selbst die Männer von Bagger Born hatten noch nicht erlebt, dass die Kippgebühren für eine Tonne Aushub nur 2,80€+MwSt betragen. Sie sind eher 12,00€ bis 15,00€ gewohnt. Gut für uns, das spart eine Menge Geld. 

Mittwoch und Donnerstag fuhren die Laster im Takt insgesamt (?) Touren weg, und dann war die Baugrube fertig. Glatt wie ein Babypopo. Baggerfahrer sind offenbar alles andere als Grobmotoriker. 

Zwischendurch wollte die Firma Kerschgens schon die ganzen Stahlmatten für das Kellerfundament anliefern. Leider war er einige Stunden zu früh dran, so dass er wieder abziehen musste. Hier ist wohl die Kommunikation etwas auf der Strecke geblieben. Er wird die Stahlmatten also bis spätestens Montag früh erneut anliefern und unten in der Baugrube deponieren. 

Die Nachbarn – allen voran deren Kinder – beobachteten die ganze Aktion mit großem Interesse. So viel Dreck wird nicht alle Tage bewegt und die letzte Baustelle in dem Wohngebiet ist schon einige Jahre her. Zum Glück wurde in der engen Straße auch nichts beschädigt – Hochachtung vor den Fahrkünsten der Männer von Bagger Born. Losen Dreck auf der Straße haben Sie auch vorbildlich zusammengekehrt. 

Bis Montag tut sich jetzt erstmal nichts weiter, denn Viebrockhaus West hat nach wie vor Betriebsferien. Dann soll es aber in großen Schritten voran gehen, denn Montag morgen soll es direkt mit der Bodenplatte weitergehen und etwa Mittwoch soll allmählich der Keller aufgestellt werden. Wir sind gespannt … 

Fazit

Das Ausheben der Baugrube war wirklich ein Erlebnis und eine Attraktion für die ganze Nachbarschaft. Die Männer von Bagger Born haben tolle Arbeit geleistet, waren super freundlich und haben auch keinen groben Dreck hinterlassen. Mit diesem Subunternehmen hat Viebrockhaus eine gute Wahl getroffen. Die Baufahrzeuge schienen flammneu, was das positive Gesamtbild nochmal abrundete. Wir freuen uns schon drauf, wenn Uwe, Waldemar und Co. beim Wiederanfüllen des Kellers erneut für Aufsehen sorgen. 

Hier noch ein paar Zahlen und Fakten: 

  • Insgesamts wurden ca. 340m³ Erdreich ausgehoben und bewegt, was in etwa einem Gewicht von 530 Tonnen entspricht. Zusätzlich wurden noch geschätzte 3 Kipperladungen auf unserem Grundstück gelagert.
  • Eine Kipperladung hatte im Schnitt 28 Tonnen Aushub und ein Volumen von 18m³ auf dem Buckel. Insgesamt wiegt das Fahrzeug damit knapp 45 Tonnen!
  • Die Entsorgung einer Tonne Aushub kostete bei der Deponie Davids in Aldenhoven nur 2,80€ netto. Schon fast ein Geheimtipp.
  • 5 Touren konnten beim Bekannten abgeladen werden, 14 Touren gingen auf die Deponie

Popularity: 5% [?]