Heute haben wir den Antrag auf Netzanschluss für die Telekom in die Post geworfen und damit den letzten Versorger mit ins Boot geholt. Die Anträge auf Stromversorgung und Trinkwasseranschluss unseres Versorgers enwor gingen einige Tage früher raus und die Auftragsbestätigungen liegen auch schon vor.

Das sind übrigens gleich mal Kosten in Höhe von einigen Tausend Euro, die man – ob mit Viebrockhaus oder nicht – bloß nicht in der Kalkulation vergessen sollte. Da wir nicht auf Gas angewiesen sind, fallen die Kosten dafür zumindest nicht nicht an.

Telekom

Da leider in unserem Wohngebiet kein Kabelfernsehen liegt, müssen wir mit Telefon und Internet wieder von Unitymedia zurück zur Telekom. Eigentlich sehr schade, da wir mit der Lösung über das Kabelnetz sehr zufrieden waren. Der Weg führt (früher oder in unserem Fall etwas später) unweigerlich zum Bauherrenservice der Telekom, den man unter der kostenfreien Hotline 0800 – 330 1903 erreicht. Man sollte dort auch besser anrufen, denn alles weitere geht ohnehin über Antragsformulare, die man von der zuständigen Niederlassung für die Netzproduktion erhält. Den Gang zum T-Shop kann man sich schenken, dort gibt es auch nur die Nummer der Hotline. Abraten möchten wir dringend vom Kontaktformular des Bauherrenservice. Auf unsere Anfrage hin meldete sich dort tagelang niemand, weswegen wir letzen Endes bei der Hotline landeten, wo uns endlich jemand bedienen konnte.

Wen es interessiert: der Anschluss der Telekom an das Telefonnetz kostet (voraussichtlich) 353,17€. Das scheint (leider) ein üblicher Betrag zu sein. Aber selbst wenn nicht: hier hat man keine Wahl.

Trinkwasser und Strom

Bei uns ist enwor für die Strom- und Trinkwasserversorgung zuständig. Hinsichtlich Kosten und Leistungen gibt es dabei auch nicht viel zu diskutieren. Der Versorger unterbreitet ein Angebot, dass man ohnehin annehmen muss – abgesehen von den Tiefbauarbeiten. Und so haben wir uns einen örtlichen Tiefbauer gesucht, der stattdessen den Versorgungsgraben von der Straße bis zum Haus erschließt. Außerdem schließt er auch das Abwasser an den Kanal an, was im Angebot von enwor z.B. gar nicht vorgesehen ist. Dafür müssten wir ohnehin einen Tiefbauer beschäftigen, so dass wir hier insgesamt etwas günstiger wegkommen. Voraussichtlich werden wir auch das Rohrsystem von den Fallrohren bis zum Abwasseranschluss von ihm machen lassen. So haben wir alles aus einer Hand und bestimmte Fixkosten des Tiefbauers fallen hoffentlich nur einmalig an. Dennoch werden wir uns zum Vergleich auch von Viebrockhaus ein Angebot für die Tiefbauarbeiten auf dem Grundstück erstellen lassen.

Rückblick

Mit den Anträgen haben wir uns sehr viel Zeit gelassen. Das hatte vor allem damit zu tun, dass wir die Frage nach dem Mehrspartenhausanschluss mit allen beteiligten Parteien klären mussten, und die Vergabe der Tiefbauarbeiten auch nicht so einfach war. Die Angebote sind alles andere als durchsichtig. Außerdem mussten wir herausfinden, ob auf dem Grundstück bereits ein Abwasserkanalstutzen liegt. Zum Glück ist der schon vorhanden, d.h. hier entfallen einige öffentliche Tiefbauarbeiten.

Zudem übernimmt der Versorger in keinem Fall den Mauerdurchbruch in unser Haus, so dass wir uns auch hierfür nach einer Lösung umschauen mussten und letztlich beim Mehrspartenhausanschluss gelandet sind. Wir wissen aber, dass in anderen Gegenden die Versorger durchaus die Anschlüsse bis ins Haus legen. Also am besten mal genau nachfragen. Viebrockhaus übernimmt diese Arbeiten nicht oder nur gegen Aufpreis, wobei hier die Frage der Gewährleistung auf Dichtigkeit zu klären wäre. So richtig glücklich sind wir mit unserer Konstellation auf jeden Fall nicht.

Zumindest denken wir, dass wir mit dem Mehrspartenanschluss jetzt eine wenig anfällige und sehr dichte Lösung gewählt haben. Bei anderen Versorgern ist so ein Anschluss sogar Standard – leider nicht bei enwor.

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