Heute fand das Übergabegespräch mit Frau Ehlen (Viebrockhaus West) statt. Das ist schon ein besonderer Termin! Warum? Weil anschließend die Bestellung aller Materialien erfolgt, d.h. es gibt so gut wie keinen Spielraum mehr für weitere Änderungen. Das System Viebrockhaus funktioniert nicht zuletzt wegen der ausgeklügelten Logistik so gut. Änderungen nahe am Baubeginn wären dabei sehr hinderlich. Zu diesem Termin sollte man sich also wirklich sicher sein, dass das Haus den eigenen Vorstellungen entspricht.

Frau Ehlen hatte uns einen neuen Plan mitgebracht, der diesmal sehr viel detaillierter war, als die ganzen vorherigen Zeichnungen. Das macht ihn zwar unübersichtlich, aber schließlich soll nach diesem Plan gebaut werden, daher kann er eigentlich nicht detailliert genug sein.

Uns ist direkt aufgefallen, dass die Anschlüsse für Strom und Telefon nun wie gewünscht neben den Wasseranschluss in Richtung der Hausfront verlegt wurden. Das freut zum einen uns, da wir voraussichtlich nur einen Versorgungsgraben benötigen werden, und zum anderen den Energieversorger, der mit der zunächst seitlich geplanten Einführung von Strom und Telekom gar nicht glücklich war.

Frau Ehlen ist den Plan mit uns Stück für Stück durchgegangen und hat alle Änderungen mit uns besprochen. Zwei Innenwände mussten zudem verstärkt werden (von 17,5cm auf 24cm), aus Gründen der Statik.

Anschließend sind wir einen detaillierten Terminplan durchgegangen. Der war zwar nur exemplarisch, aber genau so wird er für unser Haus auch aussehen, sobald die genauen Termine feststehen. Hier waren schon sämtliche Einzelarbeiten aufgeführt. Es wird beschrieben, wer was wann macht. Das mag dem einen oder anderen illusorisch erscheinen, wenn man an lange Verzögerungen auf Baustellen denkt, in denen einfach gar nichts passiert, weil die Koordination der Gewerke nicht rund läuft. Frau Ehlen hat uns sehr gut beschreiben können, was wann in welcher Reihenfolge passiert und warum.

Außerdem wissen wir nun, wann wir in etwa die Dachüberstände streichen können und ab wann wir mit den Eigenleistungen beginnen können. Wir sind immer wieder froh, wenn sich solche Detailfragen endlich in Luft auflösen.

Mehrspartenanschluss

Dann haben wir noch den Vorschlag unseres öffentlichen Tiefbauers angesprochen, einen Mehrspartenanschluss vorzusehen. Das wäre von Viebrockhaus aus kein Problem, nur müssten wir diesen Anschluss selber stellen. Er wird dann beim Gießen des Kellers in die Wand eingelassen. Jetzt muss nur noch der Energieversorger mitspielen. Immerhin, wir konnten noch einige Fragen zu den Versorgungsleitungen klären, so dass wir ab morgen die ganzen Anträge an EnWor und Telekom abschicken können.

Kaminbereich

Weiter ging es mit einigen Punkten im Plan, die noch geändert werden mussten. So zum Beispiel der Bereich um den Kamin, in dem später einmal ein Specksteinofen stehen soll. Und die sind verdammt schwer, daher kann man sie nicht einfach auf die Fußbodenheizung stellen. Hier wird nun ringsum bis auf 80cm Abstand von der Wand (Bild einfügen) die Fußbodenheizung ausgespart und die Isolierung unter dem Estricht verstärkt, um das Gewicht des Ofens auszuhalten. Da wir uns über den genauen Standort vom Ofen noch nicht im Klaren waren, hat Frau Ehlen vorgeschlagen, gleich zwei Kernbohrungen durch die Kellerdecke vorzusehen, von denen wir uns später eine aussuchen können. Pragmatischer Vorschlag, der wieder eines unserer Probleme in Luft aufgelöst hat :-)

Duschablage

Weiter ging es dann im Obergeschoss im Badezimmer. Wir haben in einer Hausbaubesichtigung in Kerpen die Idee aufgeschnappt, eine Ablage in der Dusche zu integrieren, anstatt später ein Glasbrett oder so ein hässliches Eckregal einzubauen. Das haben wir dann spontan auch noch vorgesehen. Wie sich später im neuen Angebot herausstellen sollte, kostet der Spaß überschaubare und gut angelegte ~90€.

Abluftverkleidung

Im Kinderzimmer haben wir den Sockel des Abluftrohres von 15cm auf 45cm hochgezogen, damit er nicht nur sinnlos auf dem Boden hinter dem geplanten Bett verläuft und eine Lücke zwischen Wand und Bett erzwingen würde, sondern als kleine Ablage genutzt werden kann. Auch dies ein Vorschlag von Frau Ehlen.

Glasschiebetüre

Dann haben wir noch über die Glasschiebetüre zwischen Wohnzimmer und Küche gesprochen. Uns war nicht bewusst, dass hier eine gewaltige “Tür”zarge in Buche vorgsehen war. Wir hatten die Idee mit der Schiebetüre in einem Werbekatalog von Viebrockhaus gesehen, wo eben keine Zarge zu sehen war. Hier zwei Fotos aus dem Katalog (bzw. der Website dazu):


(Quelle: http://wohnidee.wunderweib.de/dekoundgastlichkeit/artikel-1019170-dekoundgastlichkeit/Eingangsbereich-im-WOHNIDEE-Haus.html)

Frau Ehlen hatte uns darauf hingewiesen, dass der Spalt, in dem die Türe verläuft, ziemlich breit ist und man deshalb auf die unverputzte Innenwand schauen könnte. Im Katalog war das nicht zu sehen, vermutlich photoshopped. Wir haben uns dennoch dafür entschieden, auf die Zarge zu verzichten und eine andere Verkleidungslösung zu suchen. Im Zweifelsfall können wir uns immer noch für eine Zarge entscheiden. Gut, dass das Thema nochmal aufkam.

Update: Frau Ehlen hat zwischenzeitlich jemanden zu diesem Wohnidee-Haus geschickt, um sich das mal aus der Nähe anzuschauen. Und siehe da: die Türe sieht tatsächlich so aus wie im Katalog. Wir sind gespannt …

Eckfenster

Eigentlich waren wir schon fertig, da fiel mir nochmal mein Eckfenster ein. Das hatte ich mir ganz zu Anfang unserer Planung mal gewünscht. Dieses wurde aber zunächst so geplant, dass die Hausecke gemauert und auch verklinkert wird. So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt. Wir haben das Fenster noch so geändert, dass beide Fensterteile ein Stück weiter Richtung Ecke rücken und der Übergang (wie üblich) in einer Verblendung in Fensterfarbe gestaltet wird, so dass optisch das ganze Fenster um das Haus herum verläuft. Gut, dass wir das noch gemerkt haben. Hier ist auch kein Vorwurf zu machen. Hier haben wir einfach bei der Planung damals aneinander vorbei geredet.

Fazit

Insgesamt war das ein sehr gutes Gespräch, in dem wir noch viel erfahren, gelernt, geändert und natürlich gelacht haben. Das war dann auch gleichzeitig der Startschuss. Bald geht es los, und zwar nicht mehr nur auf dem Papier! Wir fühlten uns in guten Händen und nochmals darin bestätigt, den richtigen Partner für unser Eigenheim gewählt zu haben.

Der Termin dauerte ca. 3,5 Stunden. Es gab sehr viele Details zu besprechen und Frau Ehlen hat sich für jede einzelne unserer Fragen genügend Zeit genommen. Wir können nur dazu raten, den Termin so zu legen, dass man nach hinten genügend Luft hat.

Lessons learned

Die Bauzeichnungen von Viebrockhaus sind sehr aufschlussreich und man bekommt bis zum Übergabegespräch so einige davon. Aber es sind eben nur Zeichnungen. Das gedankliche Bild vom Haus jedes Bauherren kann aber hier und da ganz schön abweichen, wie bei uns im Falle des Eckfensters oder der Glasschiebetüre. Also: ganz genau beschreiben lassen, wie solche Spezialitäten später aussehen werden, wenn man sich so etwas nicht in der Ausstellung oder im Katalog anschauen kann, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.

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